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Feuer

Der deutsche industrielle Feuer-/Sachversicherungsmarkt ist unverändert einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der 2010 zu weiteren Prämienabrieben geführt hat. Einen zusätzlichen negativen Effekt auf das Prämienniveau hatten die Auswirkungen der Finanzkrise, welche sich in der Gestaltung umsatzbezogener Policen niederschlugen. Diese ungünstigen Einflüsse konnten allerdings durch die Belebung der Konjunktur teilweise kompensiert werden. Ursächlich für den immer noch weichen Markt sind einerseits die unverändert hohen Kapazitäten und andererseits die relativ geringe Großschadenbelastung.

Das Prämienvolumen in der industriellen Feuerversicherung in Deutschland dürfte 2010 etwa bei 2,2 Mrd. EUR liegen. Die Schaden-/Kostenquote nach Abwicklung beträgt circa 95 %. Da für diese Sparte wegen ihrer hohen Volatilität und Naturgefahrenexponierung in erheblichem Maße Risikokapital unterlegt werden muss, wird der technische Gewinn nicht ausreichen, um die Kapitalkosten der Anbieter zu decken. Die E+S Rück konzentriert sich hier auf margenerfüllendes Geschäft und setzt ihre selektive Zeichnungspolitik konsequent fort.

Der Anteil des deutschen Geschäfts in unserem Feuer-Portefeuille verringerte sich im Berichtsjahr um drei Prozentpunkte auf 25 %, da das Prämienvolumen in anderen Ländern stärker zunahm. Aufgrund der wiederum unterdurchschnittlichen Großschadenfrequenz waren die Ergebnisse unseres in Deckung genommenen Geschäfts noch zufriedenstellend.

In dem von der Hannover Rück übernommenen Feuergeschäft profitierten wir vom starken Marktwachstum in Mittel- und Südamerika sowie Asien; in Euro umgerechnet stieg der Anteil beider Regionen um zwei bzw. drei Prozentpunkte. Auch die übernommene Bruttoprämie aus Großbritannien erhöhte sich kräftig. Unterstützt von der Wechselkursentwicklung nahm ihr Anteil um drei Prozentpunkte auf nunmehr 14 % zu. Rückläufig entwickelte sich der Anteil Nordamerikas, ebenso wie der Anteil des restlichen Europas.

Das Bruttoprämienvolumen unseres gesamten Feuer-Portefeuilles konnten wir im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (154,7 Mio. EUR) weiter auf 173,0 Mio. EUR erhöhen. Auf der Schadenseite mussten wir jedoch spürbare Belastungen aus den Erdbeben in Chile und Haiti sowie weiteren kleineren Großschäden im Ausland hinnehmen, die jedoch von einer positiven Schadenentwicklung in Asien kompensiert wurden. Die Schadenquote blieb mit 55,0 % auf einem zufriedenstellenden Niveau. Das versicherungstechnische Ergebnis (vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen) verbesserte sich um 2,7 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR. Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 21,1 Mio. EUR zugeführt.

Mio. EUR 2010 2009
Bruttoprämie 173,0   154,7
Schadenquote (in %)   55,0     57,2
Vers.-techn. Ergebnis (netto)   27,2     24,5