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Feuer

Der deutsche industrielle Feuer-/Sachversicherungsmarkt war im Jahr 2011 geprägt durch einige größere Schadenereignisse. So hat es mit einem Aufwand von über 200 Mio. EUR das zweitgrößte Einzelerereignis der letzten 10 Jahre gegeben und ein weiteres verursachte einen Aufwand von über 100 Mio. EUR. Diese Großschadenbelastung verbunden mit einem ebenfalls erhöhten Basis-Schadenaufkommen wird bei nahezu unverändertem Prämienaufkommen von etwa 2,3 Mrd. EUR dazu führen, dass eine kombinierte Schaden-/Kostenquote unterhalb 100 % kaum erreichbar sein dürfte.

In diesen Zahlen noch nicht enthalten sind die Schäden aus dem Erdbeben in Japan und der Flut in Thailand. Diese Ereignisse zeigen die aus der zunehmenden Vernetzung der internationalen Wirtschaft erwachsenen Probleme der Versicherung von Rückwirkungsschäden sowie Contingent- Business-Interruption-Schäden auf.

Unser deutsches Feuergeschäft konnten wir im Berichtsjahr durch Neugeschäft und Anteilserhöhungen ausweiten. Der Anteil Deutschlands an unserem Portefeuille wuchs infolgedessen um 2 Prozentpunkte auf 27 %. In dem von der Hannover Rück übernommenen Feuergeschäft profitierten wir weiterhin vom starken Marktwachstum und Ratenerhöhungen in Mittel- und Südamerika, aber auch die übernommene Bruttoprämie aus Großbritannien erhöhte sich kräftig. Leicht rückläufig entwickelte sich der Anteil Nordamerikas ebenso wie der Anteil Asiens.

Das Bruttoprämienvolumen unseres gesamten Feuer-Portefeuilles konnten wir im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nochmals um 13,8 % auf 196,9 Mio. EUR steigern. Auf der Schadenseite mussten wir jedoch spürbare Belastungen aus den erwähnten Großschäden hinnehmen, wodurch sich die Schadenquote auf 68,4 % verschlechterte. Das versicherungstechnische Ergebnis (vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen) reduzierte sich dadurch auf 8,2 Mio. EUR. Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 5,4 Mio. EUR zugeführt (+ 21,1 Mio. EUR).

Mio. EUR 2011 2010
Gebuchte Bruttoprämie 196,9   173,0
Schadenquote (%)   55,0     68,4
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto)   8,2     27,2