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Kraftfahrt

Der deutsche Kraftfahrtversicherungsmarkt verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung des Beitragsvolumens. Die 2009 begonnenen Tarifanpassungen setzten sich auch im Berichtsjahr fort; in der Vollkaskoversicherung wirkte zudem die Abwrackprämie nach. Die Schadenseite zeigte erneut eine negative Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Auch in der Kraftfahrzeug-Haftpflicht wirkten sich die Witterungsverhältnisse im ersten Quartal aus. Infolge einer leicht erhöhten Schadenfrequenz stieg der Schadenaufwand. Die Vollkaskoversicherung verzeichnete für Unfallschäden ebenfalls einen erhöhten Aufwand. Das technische Ergebnis in der Kraftfahrtversicherung wird sich damit nochmals leicht verschlechtern. Rückversicherungsseitig konnten sowohl für die proportionalen als auch für die nichtproportionalen Deckungen Konditionsverbesserungen erreicht werden.

Unser deutsches Geschäft war im Berichtsjahr sehr stabil; dagegen reduzierte sich aufgrund auslaufender chinesischer Verträge das von der Hannover Rück übernommene Auslandsgeschäft. Gemindert wurde dieser Rückgang durch erhöhte Prämienvolumina aus Großbritannien sowie Mittel- und Südamerika. Der Anteil Deutschlands am gesamten Kraftfahrt-Portefeuille stieg kräftig von 66 % im Vorjahr auf 74 % an.

Die Brutto-Prämieneinnahmen in der Kraftfahrtsparte verringerten sich 2010 um 8,6 % auf 357,7 Mio. EUR (391,3 Mio. EUR). Die erhöhte Schadenfrequenz zeigte sich auch im Anstieg der Schadenquote von 79,3 % auf 93,1 %. Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich dementsprechend von –3,8 Mio. EUR auf –32,8 Mio. EUR. Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen konnten 10,8 Mio. EUR entnommen werden.

Mio. EUR 2010 2009
Bruttoprämie 357,7 391,3
Schadenquote (in %)   93,1   79,3
Vers.-techn. Ergebnis (netto)  -32,8   -3,8