Luftfahrt

Der Großteil der Prämie in der Luftfahrtrückversicherung stammt aus dem internationalen Geschäft der Hannover Rück, die in dieser Sparte zu den Marktführern gehört.

Die (Rück-)Versicherung profitierte im Berichtsjahr von gestiegenen Passagierzahlen, obwohl das ökonomische Umfeld insgesamt immer noch recht schwierig ist. Das eher regional begrenzte General-Aviation-Geschäft stagniert dagegen vielerorts und blieb hinter langjährigen Prognosen zurück.

Die Schadenerfahrung im Luftfahrtmarkt ist im Vergleich zum langjährigen historischen Durchschnitt weiterhin sehr positiv. Diese Entwicklung lässt sich vor allem mit dem technischen Fortschritt bei Flugsicherheitssystemen begründen. Auch wenn die Großschadensituation weiterhin unterdurchschnittlich blieb, war im Berichtsjahr eine höhere Frequenz von Kaskoschäden zu verzeichnen. Allerdings hatte diese Entwicklung keine großen Auswirkungen auf die Rückversicherer, da die Schäden überwiegend im Selbstbehalt der Erstversicherer verblieben. Angesichts einer insgesamt moderaten Schadensituation sowie vorhandener Überkapazitäten gingen die Raten im Luftfahrtbereich weiter zurück. Dennoch ist das Geschäft immer noch attraktiv, da die Raten noch risikoadäquat sind.

Das deutlich gestiegene Prämienvolumen im deutschen Markt konnte den Rückgang im Auslandsgeschäft nicht ausgleichen. Insgesamt reduzierte sich die Bruttoprämie in der Luftfahrtrückversicherung um 2,9 % auf 84,1 Mio. EUR (86,5 Mio. EUR). Die Schadenquote verbesserte sich deutlich auf 49,1 % (63,2 %). Mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von 16,5 Mio. EUR (11,6 Mio. EUR) bewies die Sparte erneut eine gute Profitabilität. Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurden 8,8 Mio. EUR entnommen (+5,6 Mio. EUR).

Mio. EUR 2013 2012
Bruttoprämie   84,1   86,5
Schadenquote (in %)   49,1   63,2
Vers.-techn. Ergebnis (netto)   16,5   11,6