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Luftfahrt

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa und Nordamerika, hat sich die Situation für die Fluggesellschaften im Berichtsjahr stabilisiert. Die Passagierzahlen stiegen leicht an, was auch der (Rück-)Versicherungsbranche zugute kam. Mit der verstärkten Auslieferung des Großflugzeugs Airbus A380 und der Indienststellung des Dreamliners Boeing 787 erhöhen sich bei immer mehr Policen die Haftungssummen, die von den Fluggesellschaften eingekauft werden. Angesichts verbesserter Kapitalausstattungen haben die Erstversicherer ihre Selbstbehalte weiter erhöht. Zwar war das Berichtsjahr von einer Reihe von Frequenzschäden gekennzeichnet, aber diese blieben ohne große Auswirkungen auf die Rückversicherer, da sie überwiegend im Selbstbehalt der Erstversicherer verblieben. Deshalb, sowie aufgrund weiter steigender Rückversicherungskapazitäten, nahm der Druck auf die Preise im Verlauf des Berichtsjahres zu.

Infolge der Überkapazitäten zeichneten wir im Berichtsjahr unsere Bruttoprämien aus Deutschland zurück, wodurch der Anteil Deutschlands am Luftfahrt-Portefeuille von 19 % im Vorjahr auf 16 % sank. Auch das übernommene Geschäft von der Hannover Rück, die einer der weltweit führenden Rückversicherer im Bereich Luft- und Raumfahrt ist, reduzierte sich: Das Wachstum in Mittel- und Südamerika konnte hier das verringerte Volumen aus Nordamerika nur zum Teil kompensieren. Das gezeichnete Prämienvolumen aus Großbritannien blieb nahezu unverändert, der Anteil Großbritanniens an unserem Portefeuille stieg dadurch auf 42 %.

Unser gesamtes Luftfahrt-Prämienvolumen reduzierten wir 2011 um 4,4 % auf 83,3 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich die Schadenquote aufgrund leicht gestiegener Aufwendungen für Versicherungsfälle geringfügig auf 61,5 %, wodurch sich das versicherungstechnische Ergebnis auf 12,1 Mio. EUR (13,4 Mio. EUR) verringerte.

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 6,3 Mio. EUR zugeführt (+11,1 Mio. EUR).

Mio. EUR 2011 2010
Bruttoprämie   83,3   87,1
Schadenquote (in %)   61,5   59,6
Vers.-techn. Ergebnis (netto)   12,1   13,4