Transport
2010 war für das deutsche Transportgeschäft ein moderates Schadensjahr. Im internationalen Geschäft musste das Segment Meerestechnik mit dem Totalverlust der „Deepwater Horizon“ und der darauf folgenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko allerdings den größten Risikoschaden nach dem Bohrinsel-Unglück der „Piper Alpha“ in den späten achtziger Jahren verzeichnen.
Die Stabilisierung der Weltwirtschaft wirkte sich positiv auf den Transportmarkt aus. Es wurden wieder mehr Güter zu steigenden Preisen befördert, sodass sich die Prämien in der Warenversicherung stabilisieren konnten. Der Druck auf das Ratenniveau durch Überkapazitäten im Erstversicherungsmarkt verhinderte eine noch positivere Entwicklung. Die versicherten Werte bei Schiffen und das Auftragsvolumen in den Werften sind weiterhin deutlich unterhalb des Niveaus vor der Finanzkrise, aber auch diese Bereiche erholten sich zumindest leicht.
Auf der Rückversicherungsseite blieb die Nachfrage stabil. Aufgrund des positiven Schadenverlaufs der vergangenen Jahre und der im Markt vorhandenen Überkapazitäten kam es im nichtproportionalen Vertragsgeschäft zu leichten Preisreduzierungen im einstelligen Prozentbereich.
Wie im Luftfahrtgeschäft ist die Hannover Rück auch in der Transportsparte einer der führenden Rückversicherer und hauptsächlich in London, dem wichtigsten und weltweit größten Markt für Transportversicherung inklusive Rückversicherung, tätig. Das hier von uns übernommene Volumen erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,2 Mio. EUR, wodurch der Anteil Großbritanniens an unserer gebuchten Bruttoprämie von 55 % auf 61 % anstieg. Dagegen reduzierte sich das Prämienvolumen in Nordamerika geringfügig.
Unser Brutto-Prämienvolumen erhöhte sich um 5,5 % auf 75,3 Mio. EUR
| Mio. EUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Bruttoprämie | 75,3 | 71,4 |
| Schadenquote (in %) | 88,8 | 69,5 |
| Vers.-techn. Ergebnis (netto) | -3,8 | 6,6 |