Transport
2011 war für das deutsche Transportgeschäft ein Jahr mit moderater Schadenbelastung. Im internationalen Geschäft musste das Segment Meerestechnik, neben einer Vielzahl von Frequenzschäden, mit dem Produktions- und Lagerschiff „FPSO Maersk Gryphon“ einen weiteren USD-Milliardenschaden hinnehmen. Weiterhin war das internationale Transportgeschäft mit jeweils moderaten Beträgen bei den diversen Naturkatastrophen des Jahres 2011 involviert. Die Stabilisierung der Weltwirtschaft wirkte sich dagegen weiter positiv auf den Transportmarkt aus. Es wurden wieder mehr Güter zu steigenden Preisen befördert, sodass sich die Prämien in der Warenversicherung stabilisieren konnten. Der Druck auf das Ratenniveau durch Überkapazitäten im Erstversicherungsmarkt verhinderte eine noch positivere Entwicklung. Die versicherten Werte bei Schiffen und das Auftragsvolumen in den Werften sind trotzdem weiterhin deutlich unterhalb des Niveaus vor der Finanzkrise, aber auch diese Bereiche erholten sich zumindest leicht. Auf der Rückversicherungsseite blieben Angebot und Nachfrage stabil, sodass sich die Preise für das nicht-proportionale Geschäft in etwa am Vorjahresniveau orientierten.
Die Hannover Rück ist auch in der Transportsparte einer der führenden Rückversicherer und ist hauptsächlich in London, dem wichtigsten und weltweit größten Markt für Transportversicherung inklusive Rückversicherung, tätig. Das hier von uns übernommene Geschäft reduzierte sich im Berichtsjahr um 14,7 %, wodurch der Anteil Großbritanniens an unserer gebuchten Bruttoprämie von 61 % auf 57 % sank. Ebenfalls rückläufig war unser Zeichnungsvolumen in Deutschland und in Nordamerika; dagegen stieg die Bruttoprämie aus dem restlichen Europa und aus Südamerika.
Unser Brutto-Prämienvolumen reduzierten wir um 9,0 % auf 68,5 Mio. EUR (75,3 Mio. EUR). Nach den hohen Schäden des Vorjahres lag die Schadenquote 2011 mit 67,1 % wieder auf einem attraktiven Niveau. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich aufgrund dessen kräftig und stieg von –3,8 Mio. EUR auf +7,6 Mio. EUR.
Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurden 14,9 Mio. EUR zugeführt (+3,4 Mio. EUR).
| Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bruttoprämie | 68,5 | 75,3 |
| Schadenquote (in %) | 67,1 | 88,8 |
| Vers.-techn. Ergebnis (netto) | 7,6 | -3,8 |