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Trotz hoher Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen E+S Rück mit befriedigendem Ergebnis

Hannover, 23. März 2006:

Die E+S Rück, Tochtergesellschaft der Hannover Rück, zeigt sich mit dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2005 zufrieden, auch wenn dieses nicht an das hervorragende Resultat des Vorjahres anschließen konnte.

Geschäftsverlauf

Die E+S Rück ist innerhalb der Hannover Rück-Gruppe exklusiv für das Deutschlandgeschäft zuständig; in Form eines gruppeninternen Risikoausgleichs ist sie über interne Retrozessionen an den Entwicklungen der internationalen (Rück-)Versicherungsmärkte beteiligt. Die Hinzunahme ausländischer Geschäftsblöcke führt zu einer verbesserten geografischen Diversifizierung und damit grundsätzlich zu einer Stabilisierung der Erträge.

Auch im Berichtsjahr konnte die E+S Rück ihre Marktposition als Spezialrückversicherer für den deutschen Markt ausbauen. Die Gesellschaft gewann abermals neue Kundenbeziehungen hinzu und erhöhte bei langjährig bestehenden Verbindungen ihre Beteiligung. Ein besonderer Fokus der E+S Rück liegt traditionell auf der Rückversicherung des Geschäfts ihrer Aktionärsgesellschaften: namhafter deutscher Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.

Trotz der Ausrichtung auf strikte Profitabilität erhöhte sich die Bruttoprämie um 3,0 % auf 2,2 Mrd. EUR (2,1 Mrd. EUR). Die verdiente Nettoprämie stieg auf Grund eines leicht erhöhten Selbstbehalts um 3,2 % auf 1,4 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR). Nach wie vor stellt das Lebensgeschäft mit einem Anteil von 34,4 % am Gesamtportefeuille die volumenstärkste Einzelsparte dar und ist damit ein hervorragendes Gegengewicht zum deutlich volatileren Schaden-Rückversicherungsgeschäft.

Auf der Schadenseite lagen Licht und Schatten eng beieinander: Bis zur Mitte des Berichtsjahres entwickelten sich die Schadenaufwendungen ? trotz des Wintersturms "Erwin" ? noch unterdurchschnittlich. In der zweiten Jahreshälfte nahmen die Großschäden dann stark zu. Hier sind zu nennen: die Wirbelstürme in den USA, die Flut vor allem in der Schweiz sowie mehrere Luftfahrt- und Feuerschäden. Somit stiegen die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle in der Schaden-Rückversicherung um 13,9 % auf 696,4 Mio. EUR (611,6 Mio. EUR). Die Schadenquote ohne Lebensrückversicherung erhöhte sich auf 68,8 % nach 64,0 % im Vorjahr. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote beträgt 94,9 % (84,9 %). Der Schwan-kungsrückstellung wurden 86,1 Mio. EUR (86,1 Mio. EUR) zugeführt, der Spätschadenrückstellung weitere 83,0 Mio. EUR (72,7 Mio. EUR) aus dem allgemeinen Geschäft.

Die jährliche Überprüfung der Schadenreserven hat erneut bestätigt, dass die E+S Rück sehr angemessen reserviert ist: Per saldo bedurfte es wiederum keiner Nachreservierung. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung ging auf Grund der hohen Schadenbelastungen auf 26,7 Mio. EUR (113,0 Mio. EUR) zurück.

Sehr erfolgreich verlief das Geschäft in der Personen-Rückversicherung. Die E+S Rück hat ihr Engagement im sich entwickelnden Markt für Seniorenprodukte weiter ausbauen können. Auf Grund des starken Neugeschäfts im Jahre 2004 blieb die gebuchte Bruttoprämie mit 537,6 Mio. EUR leicht unter der des Vorjahres (550,3 Mio. EUR). Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich auf 23,3 Mio. EUR (-72,4 Mio. EUR).

Mit dem Kapitalanlageergebnis zeigt sich die E+S Rück sehr zufrieden. Die Kapitalanlagen ohne Depotforderungen erhöhten sich um 20,3 % auf 3,6 Mrd. EUR (3,0 Mrd. EUR). Die Depotforderungen stiegen von 3,2 Mrd. EUR auf 3,6 Mrd. EUR. Die gesamten Kapitalanlagebestände erhöhten sich auf 7,2 Mrd. EUR (6,2 Mrd. EUR). Angesichts höherer Gewinnrealisierungen im Berichtsjahr von 103,3 Mio. EUR (32,1 Mio. EUR) stiegen die Kapitalanlageerträge deutlich auf 322,3 Mio. EUR (258,0 Mio. EUR). Trotz über dem Vorjahr liegender Aufwendungen konnte das Nettokapitalanlageergebnis um 21,3 % auf 277,9 Mio. EUR (229,1 Mio. EUR) gesteigert werden.

Auf Grund der Belastungen aus Naturkatastrophen reduzierte sich der Jahresüberschuss von 44,0 Mio. EUR auf 22,0 Mio. EUR. Die Hauptversammlung hat auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, diesen Gewinn voll als Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Die E+S Rück ist der zweitgrößte Rückversicherer für das deutsche Schaden-/Unfallgeschäft. Die Vertragserneuerungen in der Schaden-Rückversicherung sind für die Gesellschaft sehr zufrieden stellend verlaufen. Die E+S Rück konnte das gute Ratenniveau halten und in einigen Segmenten sogar noch erhöhen. Die Marktbedingungen für das laufende Jahr sind weiterhin erfreulich.

Es hat sich gezeigt, dass der Finanzkraft der Rückversicherer, welche u. a. in einem guten Rating zum Ausdruck kommt, seitens der Zedenten unverändert große Bedeutung beigemessen wird.

Hiervon profitierte die E+S Rück mit ihrer sehr guten Bewertung ("AA-" von Standard & Poor's) im Besonderen.

Für die größte Nichtlebenssparte der E+S Rück, die Kraftfahrtversicherung, ist von einem leichten Prämienrückgang auszugehen. Der ausgeprägte Wettbewerb unter den deutschen Kraftfahrtversicherern dürfte zu weiter sinkenden Originalprämien führen. Bei anhaltend niedriger Schadenfrequenz wird mit einem geringeren, aber noch immer positiven technischen Ergebnis für 2006 gerechnet. Die E+S Rück wird in diesem Umfeld ihre selektive Zeichnungspolitik beibehalten und nichtproportionale Verträge bevorzugen.

In der Haftpflichtrückversicherung konnten bestehende Kundenbeziehungen erweitert und neue Verbindungen aufgebaut werden. Im Fokus stehen nach wie vor das private und gewerbliche Geschäft. Obwohl sich auf der Erstver-sicherungsseite eine Abschwächung des Marktes beobachten lässt, sollte dies nicht im gleichen Ausmaß die Rückversicherungsraten betreffen. Die E+S Rück wird ihr Geschäft weiterhin nach strikten Profitabilitätsgesichtspunkten zeichnen.

In der Allgemeinen Unfallversicherung plant die E+S Rück, ihre Marktposition mit weiteren Serviceangeboten auszubauen. Neben der Entwicklung neuer Produkte im Seniorenmarkt steht auch der Wissenstransfer durch Fachveranstaltungen im Zentrum des Serviceangebots.

Im deutschen Transportgeschäft geht die E+S Rück von fallenden Raten, aber verbesserten Konditionen aus. Insgesamt wird ein nahezu unverändertes Prämienvolumen erwartet.

In der Kredit- und Kautionsrückversicherung ist die Situation auch im laufenden Geschäftsjahr positiv: Trotz auskömmlicher Prämien und der trotz eines großen Schadens dennoch niedrigen Schadenquoten im Berichtsjahr kam es zu keinem deutlichen Preisabrieb. In einigen Fällen konnten wir unsere Anteile erhöhen und Neugeschäft hinzugewinnen.

In der Personen-Rückversicherung geht die E+S Rück von einer sehr guten Geschäftsentwicklung aus. Die Gesellschaft erwartet ein ausgeprägtes Neugeschäft, speziell für die europäischen Märkte. Die Nachfrage nach Lösungen sowohl für die Risikoabsicherung als auch für die Altersvorsorge wird angesichts der demografischen Entwicklungen kontinuierlich steigen. Insbesondere bei den fondsgebundenen Rentenversicherungen rechnet die E+S Rück weiter mit starkem Neugeschäft. Vor diesem Hintergrund sollte ein zweistelliges Prämienwachstum möglich sein.

Vorausgesetzt, es kommt zu keinen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten, geht die E+S Rück von einem Kapitalanlageergebnis mindestens auf Vorjahreshöhe aus. Der positive versicherungstechnische Mittelzufluss dürfte zu einem weiteren Anstieg des Kapitalanlagevolumens führen. Angesichts leicht steigender Zinsen sollten auch die laufenden Kapitalanlageerträge zulegen können.

Unter der Voraussetzung, dass sich der Schadenverlauf im langjährigen Durchschnitt bewegt und es keine negativen Entwicklungen auf den Kapitalmärkten gibt, sollte es möglich sein, den Jahresüberschuss deutlich zu steigern und an die guten Vorjahre anzuknüpfen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Stefan Schulz
Tel.: 05 11 / 56 04 - 15 00
stefan schulz@es-rueck.de

oder

Gabriele Handrick
Tel.: 05 11 / 56 04 - 15 02
gabriele.handrick@es-rueck.de.