E+S Rück – Der Rückversicherer für den deutschen Markt

Am 23. August 2013 blickte die E+S Rück auf ihr 90jähriges Bestehen zurück.

Es gibt nur noch wenige Rückversicherer, die auf eine solche Historie zurückschauen kön­nen und gleichermaßen profitabel sind.

Am 23. August 1923 wurde die E+S Rück vom Haftpflichtverband der Deutschen Eisen und Stahlindustrie V.a.G. und der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG unter dem Namen Eisen und Stahl Versicherung AG in Köln gegründet. Die Gesellschaft fungierte zu­nächst als Erstversicherer mit dem Ziel, vorrangig – neben anderen Sparten – eine Feuerver­sicherung zu angemessenen Prämien und Konditionen für die Industriekunden des Haft­pflicht­verbandes anzubieten. Im Jahre 1937 wurde das Unternehmen in eine Rückver­siche­rung umgewandelt.

1966 verlegte die Eisen und Stahl ihren Verwaltungssitz von Düsseldorf nach Hannover, und ihr Aktionärskreis veränderte sich erheblich. An der Eisen und Stahl beteiligten sich neben dem Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI) namhafte Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Die Rückversicherung der Aktionärsgesellschaften bildete seit dieser Zeit den Schwerpunkt des Geschäfts der Gesellschaft und ist nach wie vor eine feste Grundlage ihrer Unternehmensphilosophie.

1973 zeichnete die Eisen und Stahl in Verwaltungsgemeinschaft mit der damaligen Schwes­tergesellschaft Hannover Rück die Rückversicherungsabgaben ihrer Aktionäre und retrozedierte diese in den weltweiten Rückversicherungsmarkt. Die dadurch geknüpften Beziehungen zu ausländischen Gesellschaften führten zu einem stärkeren Hineinwachsen
in das internationale Geschäft.

1984 konnte die Eisen und Stahl zusammen mit der Hannover Rück in ein eigenes Verwal­tungsgebäude an der Karl-Wiechert-Allee einziehen. Auf Grund des rasanten Wachstums erwies dieses sich nach kurzer Zeit nicht mehr als ausreichend, den Platzbedarf für alle Mitarbeiter zu decken, und wurde in der Folge um zwei weitere Bauabschnitte ergänzt.

1988 wurde die seit den 70er Jahren bestehende Verwaltungsgemeinschaft zwischen der Hannover Rück und der Eisen und Stahl mit Wirkung zum 1. Januar 1988 durch Gründung einer Zeichnungsgemeinschaft gefestigt. Damit wurden alle Akzepte nach einem vorab vereinbarten Modus zwischen den Gesellschaften aufgeteilt. Während die Hannover Rück ursprünglich ihren Schwerpunkt im Sachgeschäft und vornehmlich im Ausland gesetzt hatte, dominierten bei der Eisen und Stahl die Haftpflicht-, Unfall und Kraftfahrtsparten,
und hier vor allem das deutsche Geschäft.

1992 gründete die Eisen und Stahl die Eisen und Stahl Reinsurance (Ireland) Ltd. in Dublin, womit sich die Vorteile des internationalen Finanzdienstleistungszentrums in Irland öffne­ten.

1994 erwarb die Eisen und Stahl 50 % des Aktienkapitals der Life Reinsurance of Austral­asia Ltd, Sydney.

1995 erwarb die Hannover Rück die Mehrheit der Eisen und Stahl. Damit wurde der Ver­bund zwischen beiden Unternehmen und ihre starke Marktposition national wie interna­tional weiter gefestigt. Nachdem Wilhelm Zeller den Vorstandsvorsitz der Hannover Rück und der Eisen und Stahl im Januar 1996 übernommen hatte, wurde der Konzern neu geord­net. Wichtigstes Ereignis war im Sommer 1997 die neue Marktaufteilung. Unter ihrem neuen Namen E+S Rück betreut die Gesellschaft seitdem exklusiv den deutschen Markt, während die Hannover Rück ausschließlich im Ausland tätig ist.

2002 führte die E+S Rück eine Kapitalerhöhung um insgesamt 300 Mio. EUR durch. Mit dieser Kapitalerhöhung, 4,0 Mrd. EUR Garantiemittel und einem „AA-“-Rating ist die Gesell­schaft gut gerüstet, ihre Marktchancen auch in Zukunft voll und ganz wahrzunehmen.

E+S Rück – Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis

Im September 2003 erfolgte die Vorstellung einer weltweit einzigartigen Polytrauma-Studie, die eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kunden und der E+S Rück ab­rundet. Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Provinzial Nord wurden im Verwaltungsgebäude der E+S Rück am 17. September 2003 die Ergebnisse prä­sentiert.

Die Studie ist die weltweit einzige, in der eine so große Zahl von Patienten länger als zehn Jahre nach dem Unfall beobachtet wurde. Die Studie beleuchtete neben den medizinischen Aspekten auch das soziale Umfeld, den Beruf, die Rentensituation, Sport und Hobbys der Patienten, die finanzielle Situation, Rehabilitationsmaßnahmen und Versicherungsbelange. Die Auswertung zeigte unter anderem, dass eine höhere Zahl von Verstorbenen zu regis­trieren war als ursprünglich angenommen.

Die aktuellsten Informationen zur HANNOVER-POLYTRAUMA-LANGZEITSTUDIE finden Sie unter dem Link Polytrauma-Langzeitstudie.