Mit dem Beginn des Jahres 2016 wurden durch Solvency II neue Solvabilitätsvorschriften für Versicherungsunternehmen eingeführt. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören die Umstellung von einer volumenbasierten auf eine risikobasierte Vorgabe bezüglich der Kapitalausstattung, erhöhte Anforderungen an das Risikomanagement in Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und erweiterte Veröffentlichungspflichten und Berichtspflichten gegenüber der Aufsicht.

Die Einführung einer derartigen Neuerung bringt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Gerne unterstützt die E+S Rück ihre Kunden bei der Umsetzung der neuen Vorgaben.
Neben der Zurverfügungstellung von Expertenwissen liegt unser Fokus dabei auf der Unter­stützung von Kunden bei der adäquaten Berücksichtigung von Rückversicherungs­verträgen in der Standardformel. Bei der Optimierung des bestehenden Rückversiche­rungs­schutzes im Hinblick auf Solvency II unterstützen wir ebenfalls gerne.

 

Die folgenden Aspekte sind dabei von besonderem Interesse:

  • Solvency II fordert eine Kapitalausstattung zu einem Sicherheitsniveau von 99,5%, was vereinfacht ausgedrückt einem 200-Jahresereignis entspricht. Eine Überprüfung und Anpassung der bestehenden Rückversicherungsstruktur bietet sich an.

  • Zur Verringerung der Kapitalanforderungen werden unter Solvency II prinzipiell Rück­versicherungsprodukte berücksichtigt, bei denen ein entsprechender Risikotransfer besteht.
    Beispielsweise können proportionale Rückversicherungsverträge mit einer Absenkung von volumenbasierten Risikogrößen zu einer effektiven Reduktion der Kapitalanforde­rungen führen. Nichtproportionale Rückversicherungsverträge reduzieren die Volatilität der Ergebnisse, werden in der Standardformel allerdings nur bedingt als risikomindernd berücksichtigt.

  • Unter Solvency II bestehen Kapitalanforderungen für mögliche Forderungsausfallrisiken gegenüber Rückversicherern. Hier spielt die Kapitalausstattung des Rückversicherers eine entscheidende Rolle, denn die Höhe des Risikokapitals richtet sich für den Erst­ver­sicherer nach der Bonität des Rückversicherers.
    Die E+S Rück bietet ihren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit und trägt durch ein Standard & Poor’s-Rating von AA- zu verhältnismäßig geringen Anforderungen hin­sichtlich des Risikokapitals für Forderungs­ausfallrisiken auf Seiten ihrer Kunden bei.

 

Neben diesen technischen Aspekten der Rückversicherung bietet die E+S Rück mit der Ausrichtung von Seminaren zu relevanten Themenschwerpunkten wie „Solvency II und Rückversicherung“ ihren Kunden die Möglichkeit, in fachlichen Diskussionen das Wissen um die Thematik Solvency II zu vertiefen und sich über den Umgang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben auszutauschen.