In der deutschen industriellen Feuer- / Sachversicherung machten sich die angestoßenen Sanierungsbemühungen bemerkbar. Aufgrund der jahrelangen hohen kombinierten Schaden- / Kostenquoten lassen die Marktteilnehmer eine restriktivere Zeichnungspolitik erkennen und stellten Kapazitäten nicht mehr so bereitwillig zur Verfügung wie in den vorangegangenen Jahren. Besondere Schadenereignisse sind im Jahr 2019, in deutlich geringerem Umfang, zu verzeichnen gewesen. Aufgrund dessen und der begonnenen Sanierung im Markt konnte sich die kombinierte Schaden- / Kostenquote im Berichtsjahr im Markt verbessern.

Unser Feuergeschäft in Deutschland ist im Berichtsjahr um 59,0 % auf 250,8 Mio. EUR angewachsen. Ursächlich hierfür war die Anteilserhöhung eines Großkunden. Das von der  Hannover Rück übernommene ausländische Feuergeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv und nahm unter anderem durch deutliche Prämiensteigerungen in Großbritannien, Italien, den USA und Südamerika um 45,4 % zu. Damit ist  der Anteil des deutschen Geschäftes an unserem Portefeuille auf 51,5 % (49,3 %) gestiegen.

Insgesamt stieg das Bruttoprämienvolumen in dieser Sparte um 52,0 % auf 486,9 Mio. EUR (320,2 Mio. EUR). Die Schadenquote lag mit 74,1 % (71,7 %) etwas über dem  Niveau des Vorjahres.

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen (netto) belief sich auf -21,1 Mio. EUR (-28,9 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung wurde mit 38,3 Mio. EUR (24,3 Mio. EUR) mehr entnommen als im Vorjahr.

Kennzahlen der Sparte Feuer 2018-2019

Mio. EUR20192018
Gebuchte Bruttoprämie 486,9 320,2
Schadenquote (%) 74,1 71,7
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) -21,1 -28,9