Die deutschen industriellen Feuer- und Sachversicherer haben ihre begonnenen Sanierungsmaßnahmen weiter fortgesetzt, wenngleich im Vergleich zu den Vorjahren 2019 und 2020 etwas abgeschwächt. Gleichwohl sind nach wie vor Verbesserungen im Preisniveau sowie im Bedingungsumfang zugunsten der Erstversicherer zu erkennen.

Dem stand eine Häufung von Großschäden gegenüber. Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch einen enormen Anstieg der Schäden aus Naturkatastrophen geprägt, insbesondere durch die Auswirkungen der zerstörerischen Flutkatastrophe im Juli. Ebenso zeigte sich ein Anstieg bei den von Menschen verursachten Großschäden. Die gegen Ende des Vorjahrs erwarteten Einbußen der Prämienvolumina, bedingt durch Umsatzrückgänge infolge der Pandemie, und die damit einhergehenden Auswirkungen auf umsatzbasierte Policen sind ausgeblieben.

Unser Feuergeschäft in Deutschland ist im Berichtsjahr um 40,5 % auf 302,0 Mio. EUR (214,9 Mio. EUR) gestiegen, was den Anteil des deutschen Geschäfts an unserem Portefeuille auf 49,2 % (44,1 %) erhöhte. Hierin ist eine zeitversetzte Umgliederung zwischen den Sparten Feuer und Feuer-Betriebsunterbrechung enthalten. Das von der Hannover Rück übernommene internationale Feuergeschäft ist insbesondere durch Prämiensteigerungen in Nordamerika auf 311,7 Mio. EUR gestiegen (272,1 Mio. EUR).

Insgesamt lag das Bruttoprämienvolumen in dieser Sparte mit 613,7 Mio. EUR somit deutlich über dem Vorjahr (487,0 Mio. EUR). Die Schadenquote lag mit 60,4 % (64,3 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen (netto) stieg deutlich auf 59,1 Mio. EUR (5,4 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung wurden 22,5 Mio. EUR zugeführt (6,5 Mio. EUR).

Kennzahlen der Sparte Feuer 2020-2021

Mio. EUR20212020
Gebuchte Bruttoprämie 613,7 487,0
Schadenquote (%) 60,4 64,3
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 59,1 5,4