Die Beitragseinnahmen in der privaten Unfallversicherung in Deutschland sind im Jahr 2020 nur moderat gestiegen. Der Schadenaufwand ist nach leichtem Rückgang im Vorjahr erneut und stärker gesunken. Dies ist insbesondere auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen, durch die das Verkehrsaufkommen und die Freizeitaktivitäten zeitweise stark eingeschränkt waren. Die Schadenquote ist im Markt dadurch deutlich zurückgegangen und hat mit 57 % den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre erreicht. Die seit Jahren zu beobachtende Ertragskraft der Unfallversicherungssparte manifestierte sich 2020 mit einer nochmals gesunkenen kombinierten Schaden- / Kostenquote von 75 %. Aus diesem Grund sind die Versicherungsunternehmen in dieser Sparte in besonderem Maße daran interessiert, ihre bestehenden Unfallprodukte bedarfsgerecht zu aktualisieren und um attraktive Serviceleistungen zu erweitern, um den Versichertenbestand zu erhalten bzw. auszubauen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Berichtsjahr mit unseren Kunden bestehende Unfallprodukte weiterentwickelt und deren Markteinführung begleitet.

Das Prämienvolumen unseres deutschen Unfallgeschäftes stieg um 3,9 % auf 86,0 Mio. EUR (82,7 Mio. EUR). Der Anteil des deutschen Geschäftes an unserem Portefeuille blieb mit 91,3 % (91,2 %) weitgehend stabil, das internationale Unfallgeschäft blieb ebenfalls nahezu unverändert bei 8,7 % (8,8 %).

Insgesamt erhöhte sich die gebuchte Bruttoprämie im Berichtsjahr auf 94,2 Mio. EUR (90,8 Mio. EUR). Die Schadenquote erhöhte sich aufgrund eines ungünstigeren Schadenverlaufs auf 60,5 % (52,9 %). Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen (netto) sank auf 5,6 Mio. EUR (13,9 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 6,4 Mio. EUR (10,9 Mio. EUR) zugeführt.

Kennzahlen der Sparte Unfall 2019-2020

Mio. EUR20202019
Gebuchte Bruttoprämie 94,2 90,8
Schadenquote (%) 60,5 52,9
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 5,6 13,9