Die Beitragseinnahmen in der privaten Unfallversicherung in Deutschland beliefen sich 2017 auf Vorjahresniveau, während sich die Anzahl der Verträge weiterhin leicht rückläufig zeigte. Die Anzahl der versicherten Personen war nahezu unverändert. Anders als in den Vorjahren war seitens des Schadenaufwandes ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen, so dass sich die Schadenquote auf 62 % erhöht. Gleichwohl handelt es sich bei der Unfallversicherung um eine Sparte mit hoher Ertragskraft, die sich in einer kombinierten Schaden- / Kostenquote von unter 80 % ausdrückt. Aus diesem Grunde sind die Versicherungsunternehmen in dieser Sparte in  besonderem Maße daran interessiert, mit Erweiterungen der Angebotspalette, neuen Produkten und attraktiven Serviceleistungen den Versichertenbestand zu erhalten, beziehungsweise zu erweitern. So bietet die situative Versicherung per App mit Ergänzungs- oder Ausschnittsdeckungen hier vielfältige Anknüpfungspunkte.

Insbesondere in der Unfallversicherung zeichnet sich die E+S Rück durch einen umfangreichen Service zur Unterstützung ihrer Zedenten aus. Unsere Aktivitäten im Bereich der funktionellen Invaliditätsversicherung haben wir weiter vorangetrieben und konnten bereits erste Erkenntnisse aus dem gemeinsam mit einigen unserer  Zedenten betriebenen Datenpool gewinnen. Auch haben sich weitere Anbieter mit unserer Unterstützung am Markt positioniert. Dabei kam unser kompletter Angebotsumfang zu diesem Produkt zum Tragen.

Das Prämienvolumen unseres deutschen Unfallgeschäftes stieg um 5,1 % von 71,8 Mio. EUR auf 75,5 Mio. EUR. Der Anteil des deutschen Geschäftes an unserem Portefeuille lag mit 91,2 % (72,4 %) über dem Vorjahreswert, da das von der Hannover Rück übernommene internationale Unfallgeschäft sich im Berichtsjahr insgesamt rückläufig entwickelte. Insbesondere reduzierte sich das asiatische Geschäft signifikant.

Insgesamt verringerte sich die gebuchte Bruttoprämie im Berichtsjahr um 16,5 % auf 82,8 Mio. EUR. Die Schadenquote verbesserte sich auf 65,9 % (77,1 %) aufgrund einer geringeren Spätschaden-Reservestellung. Zudem gab es einen positiven Effekt in der Deckungsrückstellung aus der Ablösung eines größeren Vertrages. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf 5,7 Mio. EUR (-11,4 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 1,2 Mio. EUR (0) zugeführt nachdem sie im Vorjahr unverändert blieben.

Kennzahlen der Sparte Unfall 2016-2017

Mio. EUR20172016
Gebuchte Bruttoprämie 82,8 99,1
Schadenquote (%) 65,9 77,1
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 5,7 -11,4