Die Beitragseinnahmen in der privaten Unfallversicherung in Deutschland sind 2018 wieder leicht gestiegen, was sich im Wesentlichen durch Effekte aus Policen mit Beitragsdynamik erklärt. Die Anzahl der Verträge und versicherten Personen war nahezu unverändert. Da der Schadenaufwand insgesamt weniger stark angestiegen ist als die Beitragseinnahmen, entwickelte sich die Schadenquote leicht rückläufig und lag im Berichtsjahr bei rund 60 %.

Insgesamt ist die Unfallversicherungssparte weiterhin sehr ertragreich und weist marktweit bereits über einen längeren Zeitraum eine stabile kombinierte Schaden- / Kostenquote von rund 80 % aus. Die Versicherungsunternehmen sind in dieser Sparte daher in besonderem Maße an der (Weiter-) Entwicklung von Versicherungsprodukten interessiert, um vorhandene Vertriebspotenziale besser zu nutzen und bedarfsgerechte Produkterweiterungen anzubieten. Vor diesem Hintergrund haben wir im Berichtsjahr mit unseren Kunden bestehende Unfallprodukte weiterentwickelt und deren Markteinführung begleitet.

Das Prämienvolumen unseres deutschen Unfallgeschäftes stieg um 10,4 % von 75,5 Mio. EUR auf 83,3 Mio. EUR. Der Anteil des deutschen Geschäftes an unserem Portefeuille lag mit 91,3 % (91,2 %) auf dem Niveau des Vorjahres, da das von der Hannover Rück übernommene internationale Unfallgeschäft sich im Berichtsjahr ebenfalls positiv entwickelte. Wachstumstreiber war hier insbesondere der chinesische Markt.

Insgesamt stieg die gebuchte Bruttoprämie im Berichtsjahr um 10,2 % auf 91,2 Mio. EUR. Die Schadenquote verbesserte sich aufgrund eines günstigeren Schadenverlaufes auf 50,5 % (65,9 %). Das versicherungstechnische Ergebnis stieg dementsprechend auf 11,0 Mio. EUR (5,7 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 12,3 Mio. EUR (1,2 Mio. EUR) zugeführt.

Kennzahlen der Sparte Unfall 2017-2018

Mio. EUR20182017
Gebuchte Bruttoprämie 91,2 82,8
Schadenquote (%) 50,5 65,9
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 11,0 5,7