Die Beitragseinnahmen in der privaten Unfallversicherung in Deutschland sind 2019 wie schon in den Vorjahren leicht gestiegen. Dieses Beitragswachstum resultiert vornehmlich aus der dynamischen Unfallversicherung, da sich gleichzeitig die Anzahl der Verträge und versicherten Personen nahezu nicht verändert hat. Der Schadenaufwand ist insgesamt etwas stärker gestiegen als die Beitragseinnahmen. Dadurch hat sich die Schadenquote leicht erhöht; sie liegt aber mit rund 61 % auf dem Niveau der Vorjahre.

Insgesamt bestätigte sich 2019 im Markt die seit Jahren zu beobachtende gute Ertragskraft der Unfallversicherungssparte mit einer stabilen kombinierten Schaden- / Kostenquote von unter 80 %. Aus diesem Grund sind die Versicherungsunternehmen in dieser Sparte in besonderem Maße daran interessiert, ihre bestehenden Unfallprodukte bedarfsgerecht zu aktualisieren und um attraktive Serviceleistungen zu erweitern, um den Versichertenbestand zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Berichtsjahr mit unseren Kunden bestehende Unfallprodukte weiterentwickelt und deren Markteinführung begleitet.

Das Prämienvolumen unseres deutschen Unfallgeschäftes blieb mit 82,7 Mio. EUR (83,3 Mio. EUR) nahezu stabil. Der Anteil des deutschen Geschäftes an unserem Portefeuille bewegte sich mit 91,2 % (91,3 %) auf dem Niveau des Vorjahres; das internationale Unfallgeschäft blieb im Berichtsjahr dementsprechend auch nahezu unverändert.

Insgesamt reduzierte sich die gebuchte Bruttoprämie im Berichtsjahr leicht auf 90,8 Mio. EUR (91,2 Mio. EUR). Die Schadenquote erhöhte sich aufgrund eines ungünstigeren Schadenverlaufs auf 52,9 % (50,5 %). Das versicherungstechnische Ergebnis stieg auf 13,9 Mio. EUR (11,0 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurde ein Betrag von 10,9 Mio. EUR (12,3 Mio. EUR) zugeführt.

Kennzahlen der Sparte Unfall 2018-2019

Mio. EUR20192018
Gebuchte Bruttoprämie 90,8 91,2
Schadenquote (%) 52,9 50,5
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 13,9 11,0