Als einer der führenden Rückversicherer im deutschen Markt hat sich die E+S Rück seit jeher auf die Unfallversicherung spezialisiert. Hierbei wurden stets neue Entwicklungen in der Sparte gefördert und eigene Innovationen vorangetrieben. Im Jahr 2006 entwickelte die E+S Rück zusammen mit einem großen Unfallversicherer die Funktionelle Invaliditäts­versicherung (FIV). Dieses innovative Unfallprodukt stellt seitdem eine preiswerte Alter­native zur Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Seit der initialen Produkteinführung haben acht deutsche Erstversicherer die FIV zusammen mit der E+S Rück erfolgreich eingeführt. Weitere Versicherer nehmen zurzeit die FIV in ihr Portfolio auf.

Aktuell wird für dieses Produkt ein Marktvolumen in Höhe von 60 Millionen Euro geschätzt; unter Berücksichtigung der Entwicklung der aktuellen Bestände und unter Beachtung kommender Neuanbieter kann innerhalb der nächsten drei Jahre von einer Verdopplung dieses Volumens ausgegangen werden, was die positive Marktfähigkeit der FIV bestätigt.

Das Prinzip der Funktionellen Invaliditätsversicherung

Die Funktionelle Invaliditätsversicherung zahlt dem Versicherungsnehmer eine Rente, wenn mindestens eines von fünf Leistungskriterien erfüllt wird. Unterschieden werden Unfall­invalidität, Pflegebedürftigkeit, Verlust von Grundfähigkeiten, schwere Organschäden und Krebs. Wenn in einem der genannten Fälle mindestens eine objektive, irreparable körper­liche Beeinträchtigung vorliegt, wird eine Rente gezahlt, entweder lebenslänglich oder höchstens bis zum Ende des 67. Lebensjahres. Die Rentenhöhe kann über das Einbinden einer Passivdynamik angepasst werden. Üblicherweise ist die Unfallrente an einen Invalidi­tätsgrad von min­destens 50 Prozent gekoppelt und die Pflegerente an das Erreichen min­destens der Pflegestufe I. Die Grundfähigkeitenrente ist an den Verlust von grundlegen­den Fähigkeiten wie Sehen, Sprechen, Hören oder beispielsweise die wesentliche Einschrän­kung der Beweglichkeit der oberen oder unteren Extremitäten gebunden. Die Organrente wird bei einer irreversiblen Schädigung des Gehirns, des zentralen Nervensystems, der Organe Herz, Niere, Leber und Lunge erbracht. Im Gegensatz zu den anderen Renten­leis­tungen wird die Rente im Krebsfall abweichend maximal fünf Jahre in Abhängigkeit vom Stadium des Tumors gezahlt.

Als ergänzende Leistungen stehen optional ein Assistance-Baustein, ein Reha-Baustein und eine Fahrerschutzdeckung zur Verfügung, die die Funktionelle Invaliditätsversicherung als Produkt zusätzlich aufwerten können.