Der Großteil der Prämie in der Luftfahrtrückversicherung stammt aus dem internationalen Geschäft der Hannover Rück, die in dieser Sparte zu den Marktführern gehört.

Die angespannte Situation in der internationalen Luftfahrt-(Rück-)Versicherung hat sich 2017 weiter fortgesetzt. Die Sparte ist unverändert durch ein deutliches Kapazitätsüberangebot gekennzeichnet. Dies betrifft sowohl den Originalmarkt als auch die Rückversicherung. Unsere Zeichnungsstrategie in dieser Weichmarktphase war unverändert diszipliniert und auf das nicht-proportionale Geschäft ausgerichtet. In diesem Segment agieren wir als einer der Marktführer. In der proportionalen Rückversicherung dagegen haben wir unsere Anteile reduziert, speziell in den von Airline-Geschäft dominierten Kundenportefeuilles.

Daher war das Prämienvolumen sowohl im deutschen Markt als auch im Auslandsgeschäft im Berichtsjahr rückläufig. Insgesamt reduzierte sich die Bruttoprämie in der Luftfahrtrückversicherung deutlich um 15,0 % auf 40,2 Mio. EUR (47,3 Mio. EUR). Die Schadenquote verkehrte sich aufgrund der Abwicklung des World-Trade-Center(WTC)-Schadens des Jahres 2001 und anderer Effekte auf -71,0 % (53,3 %) ins Negative. Somit konnte die Sparte ein versicherungstechnisches Ergebnis von 53,5 Mio. EUR (9,1 Mio. EUR) erzielen. Auch ohne Berücksichtigung der WTC-Abwicklung wäre das versicherungstechnische Ergebnis positiv ausgefallen.

Die Luftfahrtsparte verzeichnete in der Schwankungsrückstellung und anderen Rückstellungen eine Entnahme von 44,8 Mio. EUR (3,5 Mio. EUR), weil das schadenreiche Jahr 2001 aus dem 15-jährigen Betrachtungszeitraum entfallen ist.

Kennzahlen der Sparte Luftfahrt 2016-2017

Mio. EUR20172016
Gebuchte Bruttoprämie 40,2 47,3
Schadenquote (%) -71,0 53,3
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 53,5 9,1