Auch in der Transportrückversicherung wird der Großteil der Prämie der E+S Rück international von der Hannover Rück gezeichnet und im Rahmen der konzerninternen Retrozession übernommen.

Die Transportrückversicherung hat sich nach etwas weicheren Jahren im Jahr 2018 auf Vorjahresniveau stabilisiert. Der – trotz kurzen Anstiegs Mitte des Jahres – weiterhin niedrige Ölpreis sorgte für ausbleibende Investitionen der Ölfirmen und eine gleichbleibende Versicherungsnachfrage. Die immer noch vorhandenen Überkapazitäten im Geschäftsfeld des Güter- und Warentransports resultierten in einer unverändert wettbewerbsintensiven Situation. Im Ergebnis führte das zu einer weiteren leichten Marktaufweichung in den Erstversicherungsbedingungen. Auf Rückversicherungsseite war ein unverändertes Angebot an Kapazität zu verzeichnen. Dies führte jedoch nicht zu Prämienreduzierungen. Die Wirbelstürme des dritten Quartals 2017 sorgten für weitestgehend konstante Preise. In Summe war die Transportrückversicherung 2018 von einer unterdurchschnittlichen Schadenbelastung betroffen.

Unser Bruttoprämienvolumen reduzierte sich im Berichtszeitraum deutlich von 54,5 Mio. EUR auf 45,2 Mio. EUR. Sowohl das deutsche als auch das internationale Geschäft gingen unserer selektiven Zeichnungspolitik entsprechend zurück. Die Schadenquote verbesserte sich signifikant auf 14,1 % (112,9 %). Der Vorjahreswert war insbesondere durch die Naturkatastrophen im zweiten Halbjahr 2017 belastet, während im Jahr 2018 das Ergebnis durch eine positive Reserveabwicklung beeinflusst wurde. Das versicherungstechnische Ergebnis im Berichtsjahr lag bei 19,9 Mio. EUR (-12,3 Mio. EUR).

Der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurden 3,7 Mio. EUR zugeführt, während im Vorjahr 10,4 Mio. EUR aufgelöst wurden.

Kennzahlen der Sparte Transport 2017-2018

Mio. EUR20182017
Gebuchte Bruttoprämie 45,2 54,5
Schadenquote (%) 14,1 112,9
Versicherungstechnisches Ergebnis (netto) 19,9 -12,3